Typ D bei Stillem Reflux

Shownotes

In Folge 4 unserer Reihe über die sechs Subtypen des Stillen Refluxes spreche ich über Typ D – den Motilitaets-Typ. Hier liegt das Problem nicht primär in der Säuremenge, sondern im Transport: Der Magen entleert sich zu langsam, die Speiseroehre räumt Reflux nicht effizient weg – und der Mageninhalt hat zu viel Zeit, um hochzusteigen.

In dieser Episode erfahrst du: Was Motilitaet ueberhaupt ist – und warum sie beim Stillen Reflux so entscheidend ist Welche zwei Mechanismen beim Typ D zusammenwirken Warum dein Nervensystem – konkret der Vagus – dabei eine zentrale Rolle spielt Wie du erkennst, ob du vom Motilitaets-Typ betroffen sein koenntest Was du konkret tun kannst: Ernaehrung, Zwerchfell, Vagusarbeit – und wann Prokinetika ein Thema sein koennen

Diese Reihe ist nicht als Einzelfolge gedacht, sondern als Gesamtbild. Wenn du die Uebersichtsfolge noch nicht gehoert hast, schau gerne dort rein –

Links in den Show Notes:

Zur Contentreihe: Uebersichtsartikel: Stiller Reflux ist kein einheitliches Krankheitsbild

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https://stiller-reflux-podcast.podigee.io/s1e29-typ-d-bei-stillem-reflux

Transkript anzeigen

00:00:10: Du kämpfst mit stillen Reflex und suchst endlich Antworten, die wirklich Sinn ergeben.

00:00:14: Willkommen bei Stiller Reflex dem Magenkompass Podcast!

00:00:17: Ich bin Andi und hier geht es darum, stillen reflux zu erkennen neu zu denken und anders zu handeln.

00:00:25: fundiert ganzheitlich und alltagstauglich raus aus den Beschwerdekarussell hinein in deine Selbstwirksamkeit Stiller Reflugs, dein Podcast für mehr verständenes Valors und Lebensqualität.

00:00:40: Herzlich willkommen beim Magenkompass-Podcast!

00:00:42: Ich bin Andrea und wenn du schon eine Weile dabei bist weißt Du hier geht es nicht um Allgemeinplätze, nicht um ist weniger Tomaten und alles wird gut.

00:00:53: Hier geht es darum deinen stillen Refluchs wirklich zu verstehen.

00:00:57: Wir sind gerade mitten in einer Reihe, die mir sehr am Herzen liegt.

00:01:00: Es geht um die sechs verschiedenen Subtypen des stillen Reflexes.

00:01:05: Warum?

00:01:06: Weil der stille Reflex kein einheitliches Krankheitsbild ist.

00:01:11: Bei der einen Person steckt zu viel Säure dahinter bei der nächsten ist es Pepsin das nicht sauer refluxiert Bei einer anderen Person ist das Nervensystem der Haupttreiber.

00:01:22: Und dann gibt es noch Typ D und dem geht es heute.

00:01:27: Typ D ist der Motilitätstyp und er ist aus einem ganz bestimmten Grund so interessant.

00:01:34: Hier ist nicht zu viel Säure das primäre Problem, hier läuft etwas im Transportsystem schief.

00:01:41: Der Magen entleert sich zu langsam die Speiseröhre räumt nicht effizient genug auf Und dass hat direkte Folgen, die du im Hals- und Kälkopf spürst Manchmal stundenlang nachdem du gegessen hast, manchmal mitten in der Nacht, manchmal morgens beim Aufwachen.

00:02:01: Heute nehme ich mir gute dreißig Minuten um das auseinanderzunehmen!

00:02:05: Ich erkläre dir den Mechanismus – ich sage dir woran du erkennst ob du betroffen sein könntest?

00:02:12: Ich zeige dir konkrete Stellschrauben Und ich erkläre dir auch, warum klassische Säureblockade bei diesem Typ so oft nicht hilft und was stattdessen wirklich etwas bringt.

00:02:25: Wenn du die Übersichtsfolge zu den sechs Typen noch nicht gehört hast – kein Problem!

00:02:32: Du kannst auch hier einsteigen aber ich empfehle dir danach reinzuschauen.

00:02:37: der Link ist in den Show-Notes.

00:02:41: Also machen wir uns auf den Weg stillere Flux typ D wenn der Transport nicht stimmt.

00:02:48: Fangen wir mit einer Frage an, die sich selten jemand stellt.

00:02:51: Was passiert eigentlich nach dem Schlucken?

00:02:54: Wenn du einen Bissen Essen runter schluckst beginnt etwas Erstaunliches!

00:02:58: Deine Speiseröhre macht eine koordinierte Wellenbewegung Peristaltik nennt sich das und schiebt den Nahrungsbrei von oben nach unten in Richtung Magen.

00:03:09: Das klingt simpel ist es auch wenn es funktioniert?

00:03:14: Unten angekommen wartet der Magen und auch der ist alles andere als ein passiver Behälter, dein Magen arbeitet.

00:03:23: Er zerkleinert, er mischt, reguliert die Entklärungsgeschwindigkeit und ergibt Nahrung in kontrollierten Portionen an den Dünnnamen weiter.

00:03:33: Das Alles nennen wir Motilität – Die Fähigkeit des Verdauungstrakts sich koordiniert zu bewegen und Inhalte effizient zu transportieren.

00:03:44: Und genau hier liegt beim Typ D das Problem.

00:03:49: Nicht die Säure ist in erster Linie zu viel, sondern der Transport ist gestört.

00:03:54: und wenn der Transport nicht stimmt war das eine ganz bestimmte Kette von Konsequenzen.

00:04:02: Stell dir vor du isst zum Mittag Der Magen fängt anzuarbeiten.

00:04:07: Normalerweise wäre er nach zwei bis vier Stunden weitgehend leer.

00:04:12: Beim Typ D dauert es länger Der Magen bleibt gefüllt, erdehnt sich stärker.

00:04:18: Der Druck steigt und dieser erhöhte Druck zusammen mit einem Schließmuskel der eh schon nicht optimal Arbeit fördert den Reflux.

00:04:30: Nicht weil auf einmal mehr Säure produziert wird sondern weil schlicht zu viel Material zu lange im Reservoir sitzt und nach oben drückt.

00:04:41: Gleichzeitig kann auch die Speiseröhre selbst nicht richtig aufräumen.

00:04:46: Wenn etwas hochgestiegen ist, Mageninhalt, Pepsin geilen soll und was auch immer – dann sollte eine gesunde Speiserohrenperistaltik das zurücktransportieren.

00:04:57: Schnell, effizient und komplett!

00:05:01: Bei gestörter Speiserohnmotilität passiert es langsamer und unvollständiger.

00:05:08: Die Schleimhaut ist länger exponiert und das bisschen, dass den Weg nach oben in den Rachen- und Kirkkopf findet kann dort Schaden anrichten.

00:05:18: Auch wenn die Menge objektiv klein war!

00:05:23: Merke Beim stillen Reflex reichen sehr kleine Mengen Mageninhalt, um den Kehlkopf zu reizen.

00:05:32: Während die Speiseröhre bis zu fünfzig Reflexereignisse pro Tag toleriert ohne Schaden zu nehmen kann der Kehlkopf schon bei drei bis fünf Ereignissen reagieren.

00:05:44: Das macht Typ D besonders typisch.

00:05:47: Die Mengen sind nicht dramatisch aber sie kommen zu häufig und bleiben zu lange.

00:05:54: Kommen wir zu den zwei Mechanismen, die bei Typ D typischerweise zusammenwirken.

00:05:59: Ich sage typischer Weise weil sie auch einzeln auftreten können.

00:06:05: Aber in der Praxis gehen Sie oft Hand-in-Hand.

00:06:08: Mechanismus I – Die Magenentleerung.

00:06:13: Im Extremfall sprechen wir von Gastroparise.

00:06:17: Das klingt dramatisch ist aber eigentlich nur der medizinische Begriff für der Magen entleert sich zu langsam.

00:06:24: Die klinische Volldiagnose Gastroparese ist vergleichsweise selten.

00:06:31: Was viel häufiger vorkommt und was ich für viele mehr Betroffene als relevant sehe, ist die subklinische Form – die Magenentleerung läuft aber sie läuft im Zeitlupenmodus.

00:06:44: nicht so langsam, dass ein Arzt sofort alarmiert ist, aber langsam genug um Druck aufzubauen.

00:06:53: Was passiert dann konkret?

00:06:55: Der Magen dehnt sich länger aus als normal.

00:06:59: Diese Dehnung aktiviert bestimmte Rezeptoren im Magenfundus und die wiederum lösen über Nervenreflexe häufigere Entspannungsepisoden des unteren Speiseröhren-Schließmuskels aus, das sind diese kurzen unwillkürlichen Momente in denen der Schließmuskel sich entspannt.

00:07:22: Transiente LOS-Relaktionen nennt sich das Fachdeutsch, normales Phänomen wenn es selten passiert.

00:07:31: Problematisch wenn es zu oft und zu lang passiert und genau das fördert ein zu voller zu langsam arbeitender Magen.

00:07:42: Ich höre immer wieder von Betroffenen, ich esse um sieben Abends, esse relativ wenig und trotzdem wache ich morgens heiser auf.

00:07:50: Und das ist so ein klassisches Muster für Typ

00:07:53: D.".

00:07:55: Das Abendessen ist noch nicht vollständig entleert.

00:07:58: wenn man sich abends hinlegt im Liegen verlangsamt sich die Magenentleerung nochmal etwas mehr.

00:08:05: der Druck baut sich weiter auf und der Schließmuskel kann nicht standhalten.

00:08:10: Es gibt noch etwas Wichtiges zu der verlangsamten Magenentlehrung, die zeitliche Verzögerung.

00:08:20: Typ D macht Symptome oft nicht sofort nach dem Essen sondern ein bis drei Stunden später – das führt dazu, dass Betroffene gar nicht den Zusammenhang zwischen einer Mahlzeit und ihren Symptomen erkennen.

00:08:35: Ich habe doch schon vor Stunden gegessen, das kann doch nicht am Essen liegen!

00:08:39: Das höre ich sehr

00:08:40: häufig.".

00:08:42: kann es aber genau wegen dieser Verzögerung.

00:08:48: Der zweite Mechanismus betrifft die Speiseröhre selbst, eine gesunde Speiseröre erledigt nach jedem Reflexereignis schnell Aufräumarbeit.

00:08:57: Die peristaltische Welle diese Kontraktionsbewegungen von oben nach unten schiebt Mageninhalt wieder nach unten.

00:09:05: dazu kommt Speichel der die Restsäure sozusagen neutralisiert.

00:09:11: Wenn diese Reinigungsfunktion gestört ist, sprechen Mediziner von ineffective esophageal motility abgekürzt IEM.

00:09:23: Das ist der häufigste Befund, der in Studien bei LPR-Betroffenen auftaucht wenn man mit der richtigen Diagnostik schaut.

00:09:33: In einer Untersuchung von fast zweihundert LPR-Patienten, die spezifische Schluckmanometrie hatten, fanden die Forscher bei fast jedem Dritten eine nachweisbare Modellitätsstörung – die häufigste IEM.

00:09:52: Was bedeutet IEM konkret?

00:09:55: Die Kontraktionen in der Speiseröhre sind zu schwach oder lückenhaft.

00:10:00: Die peristaltische Welle bricht ab, oder kommt gar nicht an und das bedeutet wenn Mageninheit hochgestiegen ist bleibt er länger in der Spiceröhre.

00:10:11: Der Kontakt mit der Schleimhaut verlängert sich und es bisschen dass den Weg nach ganz oben in den Rachen findet hat mehr Zeit schaden anzurichten.

00:10:21: Jetzt kommt etwas was ich sehr spannend finde.

00:10:24: Neure Forschung zeigt, dass für den stillen Reflux besonders die Proximale also die obere Speiseröhre entscheidend ist.

00:10:34: Nicht der untere Teil!

00:10:37: Der nahe am Magen liegt sondern der obere Teil der Nahe am Rachen liegt.

00:10:43: Eine Studie aus zwanzig-einenundzwanzig hat gezeigt wer einen reduzierten Kontraktionsdruck im oberen Speiserörenbereich hat ein signifikant höheres Risiko für pharyngealen Reflux, also Reflugs der den Rachen erreicht.

00:11:00: Und das unabhängig davon ob der untere Teil der Speiseröhre unauffällig war oder auch Probleme gezeigt hat!

00:11:10: Die praktische Konsequenz – Ein normales Manometrieergebnis schließt eine Typ D Problematik nicht aus.

00:11:19: Wenn die proximale Motilität nicht separat beurteilt wird, was in einer Standardauswertung oft nicht der Fall ist kann der entscheidende Befund vielen.

00:11:34: Ich weiß das.

00:11:34: es viel Terminologie.

00:11:36: deshalb hier noch einmal in einfachen Worten bei Typ D kommt zuviel Magen Inhalt nach oben weil der Magen nicht schnell genug entleert Und die Speiseröhre schafft es nicht, diesen Inhalt effizient wieder wegzuräumen.

00:11:52: Das Ergebnis ist ein längerer und häufigerer Kontakt zwischen Mageninhalt und der empfindlichen Schleimhaut von Rachen- und Kehlkopf.

00:12:01: Und das reicht um Heißerkeit, Reusbahn, Gloss im Hals und Reizhusen auszulösen – auch ganz ohne klassische Sod brennen!

00:12:13: Jetzt kommen wir zu meinem Lieblingsteil dieses Themas denn... Hinter den zwei Mechanismen, die ich gerade beschrieben habe, steckt ein gemeinsamer Nenner und der liegt im Nervensystem.

00:12:25: Stell dir das so vor deinen Magen und deine Speiseröhre sind nicht autonom!

00:12:29: Sie arbeiten nicht nach eigenem Ermessen.

00:12:31: sie bekommen Anweisungen Und der Hauptchef dieser Anweisung ist der Nervus vagus, der Vagusnerv.

00:12:40: Das ist der zehnte Hirnnerv.

00:12:43: Er verläuft vom Hirnstamm durch Hals- und Brust bis in den Bauch.

00:12:48: Er innerviert Herz, Lunge, Speiseröhre, Magen und Darm.

00:12:53: Er ist das Rückgrat des parasympathischen Nervensystems – also des Rest-and-Digestzweigs.

00:13:00: Wenn der Vagus gut funktioniert, verdaust du gut!

00:13:04: Der Magen entleert sich effizient Die Peristaltik der Speiseröre ist kräftig und koordiniert.

00:13:11: Wenn der Varguss nicht gut funktioniert was bei chronischem Stress, Erschöpfung oder anhaltender Entzündungen passiert?

00:13:18: Wir raten diese Prozesse aus dem Gleichgewicht.

00:13:23: Das ist kein alternatives Denken, das ist gut dokumentierte Physiologie.

00:13:30: und ich sage das so klar weil ich immer wieder erlebe dass Betroffene das Thema Nervensystem und Verdauung als psychosomatisch oder in meinem Kopf abtun oder von Ärzten so vermittelt bekommen Dass das dann so einen beleidigenden Unterton bekommt, als wäre es weniger real oder weniger ernst.

00:13:54: Aber das stimmt nicht!

00:13:57: Vargos vermittelte Dysmotilität ist Biologie und sie ist behandelbar.

00:14:14: in der Patienten mit stillem Rieflux eine transkutane Vagusnervstimulation bekommen haben.

00:14:23: Das ist ein nichtinvasive Methode, bei der der Vargus über eine Elektrode am Ohr stimuliert wird.

00:14:31: Des Ergebnis?

00:14:32: Die Ösofagus-Motilität verbesserte sich messbar – die LPR-Symptome gingen deutlich zurück im Vergleich zur Schein- und Stimulationsgruppe!

00:14:46: Was das bedeutet?

00:14:48: Wenn man nur den Vagus besser stimuliert ohne Ernährungsänderung, ohne Medikamente verbessert sich die motorische Funktion der Speiseröhre.

00:14:58: Der Zusammenhang ist direkt!

00:15:01: Jetzt musst du vielleicht fragen kann ich das auch ohne Elektro da am Ohr?

00:15:05: ja kannst du Nicht mit identischer Präzision, aber in abgeschwächter Form und übertragbar.

00:15:12: Bestimmte Praktiken aktivieren den Vargosnerven nachweislich.

00:15:18: Tiefe Zwerchfeldatmung Mit verlängerten Ausatmen Summen Genen Gurgeln Klingt seltsam Ich weiß Stimuliert aber vagale Äste direkt im Rachen- und Kehlkopfbereich Kaltes Wasser im Gesicht, aktiviert den Tauchreflex der Vagalvermittelt wird.

00:15:40: Herz-Kohärenztraining also atemgestütztes Herzratenvariabilitäts Biofeedback und ganz allgemein chronischen Stress reduzieren weil Dauerstrasse in Vargos direkt hemmt.

00:15:57: Ich arbeite mit vielen Betroffenen, die seit Jahren auf ihrer Ernährung achten Protonenpumpenhemmer nehmen.

00:16:03: Alles richtig machen und trotzdem keine wirkliche Verbesserungen sehen!

00:16:07: Und wenn ich dann schaue wie ihr Alltag aussieht stellt sich oft heraus sie stehen unter enormem Dauerstress.

00:16:14: Schlaf schlecht wenig Erholung des Naffensystems im Daueralarm und denn helfen auch die besten Ernährungsanpassungen nur begrenzt weil der Vagus blockiert ist.

00:16:27: Das soll kein Vorwurf sein, das ist eine Einladung den Blick zu weiten.

00:16:34: Kommen wir zur wichtigen Frage woran könnte ich selbst merken dass Typ D bei mir eine Rolle spielt?

00:16:41: Gebe dir jetzt ein paar Muster die typisch sind.

00:16:44: keine Diagnosetool aber eine Orientierung und ich nenne auch was bei Typ D typischerweise nicht im Vordergrund steht weil es oft hilfreicher ist als sie positiv liste.

00:16:58: Erstens Symptome, die zeitverzögert auftreten.

00:17:01: Nicht während oder kurz nach dem Essen sondern ein bis drei Stunden später oder nachts oder morgens beim Aufwachen.

00:17:11: Zweitens schnelle Sättigung.

00:17:13: du ist kleine Mengen und fühlst dich sofort voll oder du hast Druck und Blähungen schon bei wenig essen.

00:17:21: Das sind direkte Zeichen das der Magen langsam arbeitet.

00:17:26: Drittens Schluckbeschwerden oder das Gefühl, dass etwas stecken bleibt – nicht beim Essen selbst aber danach.

00:17:36: Viertens schlechte oder gar keine Reaktionen auf Protonenpumpenhämmer.

00:17:41: Pbis senken die Säure.

00:17:43: wenn dein Problem aber primär im Transport liegt und nicht in der Säurproduktion ändert das daran gar nix.

00:17:51: Kein Wunder, daß es nicht hilft!

00:17:54: Fünftens Symptome, die sich in stressreichen Phasen deutlich verschlimmern – auch bei gleicher Ernährung.

00:18:02: Das ist der vagale Fingerzeig Was bei Typ D oft fehlt.

00:18:09: Klassisches Sod brennen ist oft nicht das Hauptproblem.

00:18:13: Auch dass typische Sauere aufstoßen nach dem Essen kommt weniger vor.

00:18:17: Die Symptomen spielen sich eher im rachenden Kehlkopf ab und das Zeit verzögert.

00:18:24: Ich möchte kurz drei Muster beschreiben, die mir immer wieder begegnen weil ich denke dass sie viele von euch wieder erkennen werden.

00:18:32: Der erste Typ der PPI-Versager jahrelang Omeprazole oder Pantheprazu genommen Gastroskopie unauffällig pH Messung wenig saurer Reflux, der Arzt sagt kein klassischer Reflugs aber die Heiserkeit bleibt das Röstern bleibt des Klohusgefühl bleibt was hier fehlt Eine Beurteilung der Mutilität.

00:18:56: Die Standarddiagnostik schaut auf Säure, nicht auf Transport.

00:19:02: Der zweite Typ – die Nacht ist das Schlimmste!

00:19:06: Schläft mit erhöhtem Oberkörper isst abends früh ernährt sich Säurerabend trotzdem morgens heiser, schleim im Heiz trockner Husten.

00:19:14: Was passiert hier?

00:19:16: Langsame Magenentleerung bedeutet dass der Magen beim Hinlegen noch nicht leer ißt.

00:19:22: Im Liegen entlehrt er sich noch langsamer, der Druck baut sich auf und der Schließmuskel gibt nach.

00:19:29: Die dritte Typ des Stressgeplagte.

00:19:32: Symptome die sich in Arbeitsphasen vertreiben oder vervierfachen Im Urlaub besser?

00:19:39: An entspannten Wochenenden besser?

00:19:41: Das ist das Nervensystem das direkt auf die Verdauungsmotorik einwirkt.

00:19:46: Kein Zufall kein Einbilden.

00:19:49: Biologie.

00:19:52: Kommen wir zum Teil auf den viele von euch gewartet haben, was kann ich tun?

00:19:57: Ich gebe dir heute drei Haugteebel und ich meine das nicht als Checkliste zum Abhaken sondern als Einladung die Dinge zu verstehen.

00:20:05: Und damit du sie auch wirklich anwenden kannst.

00:20:11: Ebel-Eins Ernährung aber anders gedacht als beim Säuretyp.

00:20:15: Beim Typ D ist die Ernährungslogik eine andere als beim klassischen Säuretyp.

00:20:21: Dort geht es darum, welche Lebensmittel sind sauer oder lösen Beschwerden aus?

00:20:27: Beim Type D geht es um eine andere Frage – was belastet meinen Magen und verlangsamt seine Entleerung?

00:20:36: Erstens die Portionsgröße.

00:20:39: Das ist mit Abstand der einfachste und wirkungsvollste Hebel, ein voller Magen dehnt sich mehr aus, löst mehr Reflexeschließmuskelentspannung aus braucht länger zur Entleerung.

00:20:52: kleine Mahlzeiten fünf bis sechs am Tag statt zwei bis drei.

00:20:56: große Ist keine allgemeinige Gesundheitsempfehlung sondern hier direkte Therapie.

00:21:03: Zweitens Fett.

00:21:06: Fett ist der stärkste einzelne Verzögerer der Magenentlehrung, den wir kennen.

00:21:11: Nichtsäure nicht schärfe.

00:21:13: Fett.

00:21:14: Bei Fett im Dünndamm das Hormon CCK ausschüttet, dass dem Magensack langsam macht.

00:21:22: Weil Typ D bedeutet, dass gebratene Sahne fetter Käse alles was den Magen-Entlehrungsprozess deutlich bremst wird stark reduziert.

00:21:33: Drittens Timing Mindestens drei, besser vier Stunden zwischen letzter Mahlzeit und Schlafengehen.

00:21:40: Nicht weil die Säure dann weg ist sondern weil der Magen Zeit braucht um zu entleeren bevor du dich hinlegst.

00:21:50: Viertens kein Stress während des Essens.

00:21:54: Das klingt banalist aber physiologisch direkt relevant.

00:21:58: Unter Sympathikusaktivierung also Stress hemmt das Nervensystem die vagus gesteuerte Verdauungsmotorik.

00:22:06: Essen unter Zeitdruck, im Stehen – während irgendwelcher Konflikte, während Nachrichten.

00:22:13: Das ist keine günstige Bedingung für Typ D. Und auch das geliebte Handy und Insta zur Entspannung dabei macht genau das Gegenteil!

00:22:24: Wie wär's denn mal mit nur du und dein Teller?

00:22:31: Das Zwerchfell ist beim stillen Reflex meines Erachtens underrated.

00:22:37: Es ist nicht nur ein Atemmuskel, sondern schlingt am Gastroesophageal in Übergang den Schließmuskel von außen und unterstützt seine Schließleistung.

00:22:47: Wenn das Zweichfeld verspannt ist, viel belastet oder durch zu flache Atmungen chronisch unterfordert verliert der Schließ-Muskel diese Unterstützung.

00:23:00: Gezieltes Zweicheldraining, tiefe Bauchatmung Atemwiderstandsübungen verbessern diese mechanische Unterstützung.

00:23:10: In mehreren Studien, bei Gehrt-Patienten hat alleiniges Zwerchwelttraining die Symptome messbar verbessert.

00:23:19: Für stillen Reflux ist die direkte Studienlage hier dünner aber der Mechanismus ist identisch und plausibel.

00:23:28: Das Zwerchweltool gibt dir dazu strukturierte Übungen.

00:23:32: du findest den Link in den Schornots Hebeldrei, Vagusregulation.

00:23:39: Ich habe vorhin erwähnt was Vagustimulation in Studien kann.

00:23:44: Lass mich jetzt konkret werden, was du ohne Elektrode am Ohr machen kannst.

00:23:51: Verlänger des Ausatmen ist die einfachste und wirkungsvollste Methode.

00:23:55: Wenn du langsam ausatmest länger als du einatmst erhöht das den vagus tonus direkt.

00:24:04: Versuch Vier Sekunden einatmen, acht Sekunden ausatmen oder einfach so tief einatmend dass sich dein Bauch hebt und dann doppelt solange aus atmen.

00:24:19: Das ist keine Entspannungsübung als netter Bonus.

00:24:22: das ist direkte Einflussnahme auf das Nervensystem das deine Verdauungsmotivität steuert.

00:24:32: Summen, Gurgeln und Lautgenen klingt merkwürdig hat aber direkten physiologischen Effekt.

00:24:40: Diese Aktivitäten stimulieren den Vargusast im Rachen- und Kirchkopfbereich.

00:24:44: gerade für LPR Betroffene deren Symptome genau in diesem Bereich sitzen ist das besonders interessant!

00:24:53: Und dann ist da noch der große Hebel Stress.

00:24:57: Ich sage das nicht als freundlichen Hinweis, sondern als medizinische Aussage.

00:25:02: Kronischer Stress hemmt den Vargos direkt!

00:25:06: Wer dauerhaft im Sympathikus-Modus lebt hat eine messbar schlechtere Verdauungsmotilität.

00:25:13: Das ist kein vielleicht hängtes Zusammen.

00:25:17: Das is belegte Physiologie und das bedeutet Stressregulation ist bei Typ D keine weiche Ergänzung, sie ist kausal.

00:25:29: Wenn du das Vaguspower-Programm noch nicht kennst, das ist mein strukturiertes Programm speziell für LPR Betroffene die den Nervensystemanteil ihrer Symptome angehen wollen – nicht theoretisch sondern mit konkreten Übungen, die du in den Alltag integrieren kannst.

00:25:45: Link in den Shownotes.

00:25:49: Eine Anmerkung zu Prokinetika.

00:25:53: Medikamente, die die Verdauungsmotilität anregen gibt es.

00:25:57: Sie können bei Typ D helfen!

00:26:00: Die bekanntesten sind Metoclopropan, Metoclobramit und Turmperidon.

00:26:08: Neuere Optionen wie Prukaloprit werden bei gastropra Rese auch eingesetzt.

00:26:14: Das ist ein Arztthema.

00:26:17: ich kann und will hier keine Empfehlung für oder gegen bestimmte Präparate geben.

00:26:23: Was ich aber sagen kann, wenn du bisher nur PPI bekommen hast und die nicht helfen.

00:26:29: Und du erkennst dich in Typ D wieder dann ist es legitim und sinnvoll mit deinem Arzt gezielt über Motilitätsdiagnostik und möglicherweise Prokinetiker zu sprechen.

00:26:42: Das ist keine Forderung das ist eine informierte Frage.

00:26:48: So, das war Typ D. Der Motilitätstyp.

00:26:51: Ich hoffe du nimmst aus dieser Folge mit.

00:26:53: Es ist nicht immer die Säure die das Problem ist.

00:26:56: Manchmal ist es das was mit der Säuren passiert oder eben nicht passiert.

00:27:02: Wie schnell entleert sich dein Magen?

00:27:04: Wie gut räumt die Speiseröhre auf?

00:27:07: und was hat das alles mit deinem Nervensystem zu tun?

00:27:11: Wenn Du dich in dem Muster erkennst dass ich heute beschrieben habe fang mit den einfachen Dingen an Mahlzeiten verkleinern, Fett reduzieren abends früh und leicht essen.

00:27:23: Und dann schau wie es dir damit geht.

00:27:27: für alle die die vereinsteigen wollen Es gibt dazu einen Webseitartikel mit konkreten Tabellen und praktischen Hinweisen und ein deep dive Artikel im Mitgliederbereich Mit der vollständigen Pathophysiologie den Studienergebnissen und einer genauen Diagnostikübersicht.

00:27:48: Beides findest du verlinkt in den Schonungs.

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