Stiller Reflux Typ E

Shownotes

Du hast alle Untersuchungen gemacht. Endoskopie, pH-Metrie, Laryngoskopie. Und doch: nichts Eindeutiges. Dabei sind deine Beschwerden alles andere als nichts. Das Kloßgefühl, der Hustenreiz, das Räuspern – sie sind so real wie eh und je. Vielleicht sogar schlimmer geworden. Und du fragst dich: Bilde ich mir das ein? Nein. Du bildest dir das nicht ein. In dieser Episode spreche ich über Typ E – den viszeral hypersensitiven Reflux. Den LPR-Typ, der am häufigsten übersehen wird, weil er sich klassischen Messmethoden entzieht. Bei Typ E ist nicht die Refluxmenge das Problem. Das Problem ist, wie dein Körper diese Reize verarbeitet. Der Kehlkopf, die Speiseröhre, das Nervensystem – sie sind dauerhaft in Alarmbereitschaft. Kleine Reize werden als große Beschwerden empfunden. Was ich dir in dieser Episode mitgebe: Was viszerale Hypersensitivität wirklich bedeutet – und warum das kein psychisches Problem ist Warum Protonenpumpenhemmer bei Typ E oft nicht helfen Welche Rolle Stress, Vagusnerv und die Darm-Hirn-Achse spielen Was du konkret tun kannst – mit Fokus auf Nervensystemregulation Wenn du dich in dieser Beschreibung wiedererkennst: Diese Episode ist für dich gemacht.

Links in dieser Episode

Kostenloser Typen-Test: https://magenkompass.de/typen-test-lp/

[→ VagusPower – Selbstregulation bei stillem Reflux] (https://magenkompass.de/vaguspower-selbstregulation-bei-stillem-reflux-die-wirklich-funktioniert/))

[→ Tool: Mindset bei stillem Reflux] (https://magenkompass.de/tool-mindset/))

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[→ Tool: Zwerchfell-Entspannung] (https://magenkompass.de/tool-zwerchfell-entspannung/))

Transkript anzeigen

00:00:00: Willkommen beim Magenkompass-Podcast.

00:00:02: Heute sprechen wir über den vielleicht rätselhaftesten aller fünf LPR Typen, einen Typ der sich Messmethoden entzieht.

00:00:11: ein Typ bei dem Betroffene oft jahrelang umherirren weil die Diagnostik keine klare Antwort liefert.

00:00:18: Ein Typ bei denen die Beschwerden manchmal stärker sind als bei allen anderen obwohl die Werte kaum auffällig sind.

00:00:29: der visceral, hypersensive Reflux.

00:00:35: Wenn du gerade nickst,weil du das kennst, dann bleibt dran.

00:00:39: diese Episode ist für dich!

00:00:50: Du kämpft mit Stillem Reflux und suchst endlich Antworten die wirklich Sinn ergeben?

00:00:55: Willkommen bei Stiller Reflux dem Magenkompass-Podcast.

00:00:58: Ich bin Andi und hier geht es darum stillen Reflux zu erkennen neu zu denken und anders zu handeln fundiert Ganzheitlich und alltagstauglich.

00:01:10: Raus aus dem Beschwerdekarussell, hinein in deine Selbstwirksamkeit.

00:01:15: Stiller Reflux – dein Podcast für mehr verständenes Balance- und Lebensqualität.

00:01:26: Fangen wir ganz von vorne an!

00:01:27: Was steckt hinter den Begriff?

00:01:29: Bei den meisten LPR Typen gibt es eine messbare Ursache zu viel Reflux und schwacher Schließmuskel, strukturelle Probleme, Diese Dinge sieht man in Untersuchungen.

00:01:44: Aber man kann sie auch messen, einordnen und behandeln.

00:01:49: Bei Typ E ist das anders.

00:01:52: Hier ist die Refluxmenge selbst oft normal oder zumindest nicht deutlich erhöht.

00:01:57: Was verändert ist, ist die Verarbeitung.

00:02:01: Der Körper reagiert überempfindlich auf Reize Die eigentlich kein Problem wären.

00:02:07: Das nennt sich viszerale Hypersensitivität.

00:02:13: Viszeral bedeutet die inneren Organe betreffend, hypersensitivität bedeutet überempfindlich mit gesenkter Reizschwelle.

00:02:25: Stell dir vor du hast einen Brandmelder.

00:02:27: normalerweise löst er aus wenn wirklich Rauch da ist bei Typ E löst der aus wenn jemand in der Küche Toast macht.

00:02:34: Das System reagiert auf harmlose Reize wie auf eine echte Gefahr.

00:02:41: Und das ist keine Einbildung, dass es eine physiologische Veränderung im Nervensystem messbar nur eben nicht mit den Standardmethoden der Refluxdiagnostik wie das Nervensystem Reize verstärkt.

00:02:59: Um zu verstehen, was bei Typ E passiert, müssen wir kurz in die Neurobiologie eintauchen.

00:03:05: Aber keine Sorge!

00:03:06: Ich halte das Praxis nah.

00:03:09: Dein Verdauungstrakt von der Speiseröhre bis zum Darm ist mit einem eigenen Nervensystem ausgestattet – Das enterische Nerven-System.

00:03:19: Es hat mehr Nervenzellen als das Rückenmark.

00:03:21: Es kommuniziert ständig mit dem Gehirn über den Vagusnerv, über Hormonsignale und über Neurotransmitter.

00:03:31: Normalerweise filtert dieses System, was ist wichtig?

00:03:36: Was kann ich ignorieren?

00:03:39: Bei Typ E ist dieser Filter gestört.

00:03:42: Die Signale werden nicht mehr korrekt priorisiert.

00:03:45: ein kleiner Reiz eine winzige Menge Mageninheit die kurz den Kehlkopf berührt wurde als starkes bedrohliches Signal weitergeleitet.

00:03:57: Das Ergebnis, du spürst ein extremes Klossgefühl oder Brennen- oder Druck.

00:04:03: Obwohl objektiv wenig passiert ist.

00:04:08: Warum PPI bei Typ E oft nicht helfen?

00:04:12: Das führt direkt zu dieser Frage.

00:04:18: die Produktion von Magensäure.

00:04:21: Das ist sinnvoll, wenn tatsächlich so viel Säure das Problem ist – wenn die Säure die Schleimhaut reizt, wenn der Reflux häufig und aggressiv ist!

00:04:31: Aber bei Typ E ist es nicht der Kern des Problems.

00:04:35: Das Nervensystem reagiert überempfindlich auf einen normalen Reiz.

00:04:41: Wenn du die Säure reduzierst, bleibt das überempfindliche Nervensystem zurück.

00:04:47: Der Alarm klingelt weiterhin nur weil ein anderer Auslöser da ist.

00:04:54: Das erklärt warum viele Menschen mit Typ E nach Monaten auf PPI kaum Verbesserung berichten oder warum es sich kurz besser dann aber wieder zurückkommt.

00:05:05: Die Therapie greift an falschen Hebel.

00:05:10: Der richtige Hebel bei Typ E ist das Nervensystem, nicht die Säure.

00:05:18: Stress, Vargusnerv und die Darm-Hirn-Achse.

00:05:22: Jetzt kommen wir zu dem Teil der für viele Betroffene ein echter Aha-Moment ist Warum reagiert das nervensystem überempfindlich?

00:05:31: Was hat das verändert?

00:05:34: Einer der wichtigsten Faktoren ist chronischer Stress und ich meine das nicht moralisch, nicht im Sinne von.

00:05:40: >Du musst einfach entspannter werden.<

00:05:43: Ich meine das physiologisch.

00:05:46: Chronischer Stress verändert das autonome Nervensystem.

00:05:50: Er verschiebt die Balance zwischen Sympathikus dem Alarm- und Aktivierungssystem und Parasympathikus dem Ruhe- und Regenerationssystem.

00:06:01: Bei daherhaften Stress überwiegt der Sympathikus und das hat direkte Auswirkungen auf den Verdauungstrakt.

00:06:10: Der Vagusnerv, der wichtigste Nerv des Parasympathicus verbindet Gehirn- und Verdauungsstrakt direkt.

00:06:17: Wenn er gut funktioniert reguliert er Entzündungsreaktionen, die Darmpristaltik, den Schließmuskeltonus.

00:06:26: Wenn er durch chronischen Stress geschwächt ist, gerät all das aus dem Gleichgewicht.

00:06:34: Und dann gibt es noch die Darm-Hirn-achse.

00:06:37: Der Darm produziert etwa neunzig Prozent des Körper eigenen Serotonins.

00:06:44: Eines Neurotransmitters der nicht nur Stimmung sondern auch Schmerzwahrnehmung beeinflusst.

00:06:52: Ein dysbioses Darmen Mikrobiom kann die Schmerzempfindlichkeit im gesamten Verdauungstrakt erhöhen.

00:07:03: Das erklärt auch, warum Typ E so häufig gemeinsam mit Reizdarm auftritt.

00:07:10: Beides sind Manifestationen des selben Grundproblems ein überempfindliches, dysreguliertes Nerven- und Verdauungssystem.

00:07:22: Was wirklich hilft?

00:07:24: Nervensystem Regulation.

00:07:26: Kommen wir zum Teil auf den viele Warten.

00:07:30: Was kannst du konkret tun?

00:07:32: Die gute Nachricht, das Nervensystem ist plastisch.

00:07:36: Es kann sich verändern Wenn es die richtigen Signale bekommt, kontinuierlich über Zeit Kann sich die Reizschwelle wieder erhöhen.

00:07:46: Die Überempfindlichkeit nimmt ab.

00:07:49: Ich möchte dir heute drei konkrete Ansätze mitgeben.

00:07:54: Stellschraube eins Die Vagusaktivierung.

00:07:58: Der Vaguznerv lässt sich trainieren und das ist keine Metapher.

00:08:03: Bestimmte Atemübungen, kälte Reize im Nackenbereich, Summen, singen, gurgeln – all das stimuliert den Vagusnerv direkt.

00:08:12: Regelmäßig angewandt kann es die parasympathische Aktivität erhöhen und die Überempfindlichkeit senken.

00:08:20: Ich habe dazu ein eigenes Programm entwickelt Vagus Power, den Link findest Du in den Show Notes.

00:08:29: Stellschraube zwei Zwerchfell und unterer Ösophagus Sphinkter.

00:08:34: Das Zwerchfell umschließt den unteren Ösophagussphinkter.

00:08:37: Den Schliessmuskel zwischen Magen- und Speiseröhre.

00:08:41: Wenn das Zwergfell verspannt oder dysreguliert ist beeinflusst das direkt den Shinktertonus.

00:08:49: Gezielte Zwerchfellentspannungsübungen können hier einiges bewegen und gleichzeitig den Vagusnerv stimulieren.

00:08:59: Stellschraube Drei, Ernährung nicht zur Säure Reduktion sondern zur Nervensystem Unterstützung.

00:09:08: Bei Typ E geht es nicht darum die Säure um jeden Preis zu reduzieren.

00:09:12: Es geht darum das System nicht zusätzlich zu belasten.

00:09:16: Histamin, Glutamate, Zucker, Alkohol – all das kann die viszerale Hypersensitivität verstärken.

00:09:25: Gleichzeitig unterstützen fermentierte Lebensmittel Omega-III-Fettsäuren und Magnesium das enterische Nervensystem.

00:09:35: Nervensystemregulation ist keine Wellnisidee!

00:09:39: Sie ist eine evidenzbasierte Strategie bei visceraler Hypersensitivität und oft der einzige Weg, der wirklich wirkt.

00:09:51: Ich hoffe diese Episode hat dir etwas gegeben ein Konzept erklärt was du vielleicht schon lange gespürt hast ohne Worte dafür zu finden.

00:10:01: wenn du tiefer einsteigen möchtest schau dir Vagus Power an.

00:10:05: das ist mein Programm speziell zur Nervensystemregulation bei Stillem Reflux mit konkreten Übungen erklärt und begleitet.

00:10:14: Und wenn du ganz am Anfang stehst und erstmal verstehen willst, was bei dir wirklich los ist, hol dir das kostenlose E-Book.

00:10:22: Den Link findest du in den Shownotes.

00:10:25: Nächste Woche kommt der letzte Teil der Serie Typ F. Bis dahin!

00:10:30: Hör auf deinen Körper, er sagt dir mehr als du denkst.

00:10:33: Tschüss.

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