Stiller Reflux nach dem Urlaub: Zu hause ist er sofort wieder da

Shownotes

Es gibt einen Satz, den ich jeden August bekomme: Im Urlaub war alles gut, und zwei Tage zu Hause reichten, damit alles wieder da ist. Der Kloß, das Räuspern, das Brennen. Und fast immer steht dahinter dieselbe Deutung: Dann liegt es wohl an meinem Leben, und ändern lässt sich das nicht. Diese Folge widerspricht dieser Deutung. Nicht aus Freundlichkeit, sondern aus sachlichen Gründen. Denn wer aus dem Urlaub zurückkommt und dabei genau hinschaut, hat gerade den aussagekräftigsten Selbstversuch des Jahres gemacht – und wirft die Ergebnisse meistens weg, weil er sie für eine Niederlage hält.

Diese Themen erwarten dich:

  • Warum der Urlaub für sich genommen gar nichts beweist: Zehn Variablen kippen gleichzeitig, das ist ein konfundiertes Design und liefert Rauschen statt Daten
  • Warum erst die Rückreise daraus ein auswertbares Umschaltexperiment macht – und welche einfache Regel dabei aufräumt
  • Was das für die Hiatushernie bedeutet, die bei so vielen als Erklärung für alles herhalten muss
  • Die drei Rückkehrmuster nach Geschwindigkeit: sofort, über ein bis drei Tage, schleichend über ein bis zwei Wochen – und warum jedes davon zu einer anderen Maßnahme führt
  • Warum bei einem Teil der Betroffenen schlicht die alten Gewohnheiten zurück sind und keine Nervensystem-Theorie nötig ist
  • Was Metaanalysen aus der Arbeitspsychologie über das Verblassen des Urlaubseffekts zeigen – bei Menschen ganz ohne Refluxdiagnose

Du nimmst aus dieser Folge vor allem eine Auswertungslogik mit: Was in beide Richtungen mitschaltet, ist ein Kandidat. Was in beiden Zuständen gleich geblieben ist, kann den Unterschied nicht erklären. Und die Geschwindigkeit der Rückkehr sagt dir nicht, ob du etwas tun sollst, sondern was. Diese Folge schließt die Sommerserie ab. Den Übersichtsartikel zu allen drei Folgen samt Rückkehr-Check findest du auf magenkompass.de.

Links VagusPower – Selbstregulation bei stillem Reflux: https://magenkompass.de/vaguspower-selbstregulation-bei-stillem-reflux-die-wirklich-funktioniert/ Übersichtsartikel zur Sommerserie inkl. Rückkehr-Check: https://magenkompass.de/stiller-reflux-im-sommer-warum-sich-deine-beschwerden-veraendern-und-was-das-ueber-deine-ausloeser-sagt/ Kostenlose Lebensmittellisten bei stillem Reflux: https://magenkompass.de/e-news-mit-e-book-ernaehrungslisten-stiller-reflux/ Reflux-Tool-Kit und Members Circle: https://magenkompass.de/reflux-toolkit-und-members-circle/ Quellen: Gyawali CP. Esophageal Hypersensitivity. Gastroenterol Hepatol (N Y). 2010;6(8):497–500. PMID: 20978552 Wong MW et al. Esophageal Hypervigilance and Visceral Anxiety Contribute to Symptom Severity of Laryngopharyngeal Reflux. 2023. PMID: 36693025 Guadagnoli L et al. Esophageal hypervigilance is prevalent across gastroesophageal reflux disease presentations. 2021. PMID: 33432708 Wong MW et al. Oesophageal hypervigilance and visceral anxiety relate to reflux symptom severity and psychological distress but not to acid reflux parameters. 2021. PMID: 34383968

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo und schön, dass du dabei bist.

00:00:03: Es gibt einen Satz den ich jeden August bekomme.

00:00:09: Jedes Jahr seit sechzehn Jahren entfasst identischer Formulierung Im Urlaub war alles gut zwei Tage zu Hause und es ist wieder da Der Klos des Räuspen das Brennen hinten im Heiz Und meistens steht hinter diesem Satz kein Fragezeichen, sondern ein Urteil.

00:00:28: Dann liegt es wohl an mir – an meinem Leben und einem Alltag!

00:00:32: Ich werde das nie loswerden, solange ich nicht ein völlig anderes Leben

00:00:36: führe.".

00:00:37: In den letzten beiden Folgen dieser Sommerserie ging es um den Umgekehrtenfall.

00:00:42: Darum, dass Beschwerden im Urlaub zurückkommen und darum was Hitze, Klimaanlage und Speichel damit zu tun haben.

00:00:50: Heute geht das um den Spiegelfall und der ist inhaltlich der Interessantere von beiden Denn ich will dir in dieser Folge nicht erklären warum es Zuhause wieder losgeht.

00:01:00: Das wäre eine Aufzählung und Aufzählungen helfen dir nicht weiter.

00:01:04: Ich will dir zeigen wie du diese Beobachtung auswertest weil Du gerade Ohne es geplant zu haben, das sauberste Experiment gemacht hast, dass sie in diesem Jahr zur Verfügung stand.

00:01:17: Die meisten Menschen werfen die Daten weg weil sie sie für eine Niederlage halten.

00:01:21: Das ist ein Fehler den ich heute gern abstellen möchte!

00:01:36: Du kämpfst mit stillem Reflex und suchst endlich Antworten, die wirklich Sinn ergeben?

00:01:41: Willkommen bei stiller reflux dem Magenkompass-Podcast.

00:01:44: Fangen wir mit etwas an, dass dir vielleicht erst mal gegen den Strich geht.

00:01:50: Erstens, der Urlaub allein beweist gar nichts!

00:01:53: Der Urlaub für sich genommen ist als Beweis wertlos – ich weiß das klingt hart wenn du gerade zwei Wochen beschwerdefrei warst und dieses Gefühl noch in dir trägst.

00:02:03: aber bleib kurz bei mir.

00:02:05: was ändert sich wenn du in den Urlaub fährst?

00:02:08: Du isst anders, du isst zu anderen Zeiten, du ist wahrscheinlich weniger nebenbei Bewege dich mehr!

00:02:14: Du sitzt weniger, du schläft länger.

00:02:17: Du trinkst mehr weil es warm ist oder weniger, weil du unterwegs bist.

00:02:21: Du hast keinen Terminkalender, niemand will etwas von dir und deine Atmung ist eine andere, weil dein Körper nicht den ganzen Tag in leichter Anspannung sitzt.

00:02:32: Das sind grob gezielt zehn Variablen die gleichzeitig kippen.

00:02:39: In der Wissenschaft nennt man so etwas ein konfundiertes Design.

00:02:44: Wenn du zehn Dinge gleichzeitig änderst und danach ein Ergebnis siehst, weißt du nicht welches der zehn Dinge das Ergebnis gemacht hat.

00:02:52: Du weißt nur irgendetwas

00:02:54: davon.".

00:02:57: Deshalb ist der Satz im Urlaub kann ich alles essen so unbrauchbar!

00:03:02: Er stimmt insofern, als du im Urlaub Dinge gegessen hast die zu Hause Beschwerden machen.

00:03:08: Aber er beweist nicht dass Ernährung egal ist!

00:03:12: Er beweist nur das Ernährungsunterurlaubsbedingungen anders wirkt.

00:03:17: Das ist etwas völlig anderes und es ist übrigens auch der Grund warum manche Menschen nach dem Urlaub ihre Ernährungen komplett über den Haufen werfen und drei Wochen später sehr enttäuscht

00:03:28: sind.".

00:03:30: Umgekehrt gilt dasselbe.

00:03:31: Wenn du im Urlaub beschwerdefrei warst, beweist das nicht, dass es nur der Stress ist.

00:03:37: Diese Deutung ist genauso vorschnell – sie klingt nur moderner!

00:03:43: Der Urlaub allein ist also Rauschen ein ausgesprochen angenehmes Rauschan aber eben Rauschn.

00:03:51: Interessant wird es erst durch etwas, das kaum jemand als Teil des Experiments betrachtet … die Rückkehr.

00:03:59: Stell dir kurz vor, du hättest das absichtlich gemacht.

00:04:02: Du hast zehn Bedingungen gleichzeitig geändert und zwei Wochen laufen lassen – dann hast du dieselben zehn Bedenkungen wieder zurückgestellt!

00:04:10: Auf einen Schlag an einem einzigen Tag ohne Übergang… Und du hast beide mal beobachtet was mit deinen Beschwerden passiert.

00:04:21: Das ist kein Rückfall, dass es ein Umschaltexperiment Und es ist deutlich aussagekräftiger als der Urlaub allein, weil du jetzt zwei Richtungen hast statt einer.

00:04:33: Die Auswertungsregel dafür ist erfreulich simpel!

00:04:37: Was in beide Richtungen mitschreitet sein Kandidat?

00:04:40: Was in beiden Ziesternen an Erleichtung geblieben ist kann denen eventuelle Verursacht haben.

00:04:46: Der zweite Satz ist der Wichtigere und der sofern Du sie immer übersehen.

00:04:50: dabei ist er der auf eine Grunderkrankung.

00:04:54: All das war im Urlaub genauso vorhanden wie zu Hause und trotzdem war es am Urlaub still.

00:05:01: Das heißt, diese Faktoren erklären nicht warum es zuhause laut ist.

00:05:07: sie können der Boden sein auf dem das Ganze steht aber Sie sind nicht der Schalter.

00:05:15: Ich weiß wie oft die Hierdos Herren je bei euch als Erklärung für alles herhalten muss wenn deine Beschwerden im Urlaub weg waren.

00:05:26: Ist sie es nicht?

00:05:29: Zumindest nicht allein!

00:05:31: Deine Herrne ist nicht mitgefahren und in Italien verschwunden.

00:05:37: Und was schaltet mit, da wird es individuell.

00:05:41: Bei manchen ist es die Essenszeit, bei anderen diese Zeitung, weil wieder andern der Schlaf – und bei sehr vielen ist es etwas das sich schlecht anfassen lässt.

00:05:54: Das Ausmaß an Anforderung unter dem das Nervensystem steht.

00:06:00: Das klingt jetzt vielleicht nach einer bequemen Antwort, ist es nicht und ich zeige dir später warum sie sogar ziemlich unbequem ist.

00:06:08: Vorher aber ein Wort dazu was hier eigentlich passiert.

00:06:12: Es gibt eine Übersichtsarbeit des amerikanischen Gastroenterologen Prakash Giavali zur ösofagialen Hypersensitivität.

00:06:23: Er beschreibt es so, eine überempfindliche Speiseröhre hat ein gesenktes Schwelle für die Symptomwahrnehmung – bei gleicher Reizstärke entstehen häufiger und intensiver Beschwerden als ohne diese Überempfindlichkeit.

00:06:37: Und das ist der Satz um den es mir geht?

00:06:41: Die auslösenden Reize können mechanisch sein chemisch oder emotional oder in Kombination Mechanisch, chemisch, emotional – das steht so in einer gastroentrologischen Fachzeitschrift nicht in einem Achtsamkeitsratgeber.

00:07:01: Und es erklärt warum der selbe Schluck Kaffee zu Hause etwas anderes macht als am Meer?

00:07:08: Nicht weil der Kaffey anders wäre, weil die Schwelle eine andere ist!

00:07:14: Ein Hinweis bin ich dir dabei schuldig Diese Übersichtsarbeit bezieht sich auf die Speiseröhre, nicht auf den Kehlkopf.

00:07:23: Der übertrag ist plausibel aber es bleibt ein Übertrag und das sage ich lieber deutlich als es unter den Teppich zu kehren.

00:07:34: Es gibt allerdings eine Arbeit, die genau bei stillem Reflux gemessen hat und die finde ich bemerkenswert.

00:07:41: Patientinnen und Patienten mit Reflugsbeschwerden wurden mit einem Fragebogenuntersuch der erfasst wie stark jemand seine Speiseröhre und seinen Rachen beobachtet und wie viel Sorge er sich darüber macht.

00:07:54: Gleichzeitig wurde bei Ihnen die tatsächliche Refluxlast gemessen.

00:07:58: Vierundzwanzig Stunden im Pedans pH-Messung, also der harte Apparative befunden – das Ergebnis?

00:08:05: Die Beobachtungsintensität und die symptombezogene Angst hing mit der Schwelle der Beschwerden zusammen.

00:08:13: Die gemessenen Reflxlast tat das nicht in gleichem Maße.

00:08:17: Die Autoren formulieren das vorsichtig aber deutlich!

00:08:22: Für die Symptomwahrnehmung bei stillem Reflux könnten diese Faktoren wichtiger sein als die Refluxmenge selbst.

00:08:31: Dass das kurz stehen, dass es keine Aussage aus der Coaching-Ecke – das ist eine Aussage, die mit Sonde gemessen wurde und sie bedeutet ausdrücklich nicht, dass dein Reflex nicht echt ist!

00:08:43: Sie bedeutet, dass zwischen dem Ergebnis im Rachen und dem was du davon spürst noch eine Instanz sitzt….

00:08:50: und diese Instanz ist zu Hause anders eingestellt als am Meer.

00:08:56: Die Geschwindigkeit verrät den Mechanismus.

00:09:00: Jetzt kommt der Teil, der dir tatsächlich etwas in die Hand gibt!

00:09:04: Die entscheidende Frage ist nicht ob die Beschwerden zurückgekommen sind – die entscheidend Frage ist wie schnell?

00:09:12: Ich habe über zehn Jahre gesehen dass sich das ziemlich zuverlässig in drei Muster sortieren lässt Und ich sage ausdrücklich dazu, diese Einteilung stammt aus meiner Arbeit mit Betroffenen nicht aus einer Studie.

00:09:28: In dieser Form gibt es sie in der Literatur also nicht.

00:09:32: Was es gibt sind belastbare Belege für die Mechanismen an beiden Enden und die passen erstaunlich gut zusammen!

00:09:41: Muster I. Es ist sofort da, nach der Rückfahrt beim Aufschließen der Wohnungstür.

00:09:47: Am ersten Abend bevor du überhaupt etwas gegessen hast, dass du im Urlaub nicht auch gegessen hättest.

00:09:55: Das kann keine Gewebeveränderung sein.

00:09:57: Schleimhaut braucht Tage – Nicht Minuten!

00:10:00: Was hier passiert ist eine Umschaltung der Wahrnehmungsschwelle ausgelöst durch Kontext.

00:10:07: Dein Naffensystem erkennt die Umgebung, in der es monatelang unter Anspannungsstand und stellt sich darauf ein bevor irgendetwas Konkretes passiert ist.

00:10:16: Das ist keine Einbildung!

00:10:18: Es gibt Untersuchungen aus der Konditionierungsforschung, an denen Probanden lernen bestimmte Hinweisreize mit unangenehmen Empfindungen im Bauchraum zu verknüpfen.

00:10:30: Kommt danach ein harmloser Reiz, aber mit dem gelernten Hinweisreiz davor verändern sich die Hirnaktivierungsmuster deutlich.

00:10:39: Die Autoren deuten das so dass Konditionierung mit wisseralen Signalen eher Hypervigilanz erzeugt als tatsächlich mehr Schmerz also mehr Aufmerksamkeit auf das Organ nicht mehr schaden am Organ.

00:10:56: Wichtig auch hier, das waren gesunde Probanden und es ging um den Darm nicht um deinem Kehlkopf.

00:11:03: Ich übertrage aber die Richtung ist stimmig!

00:11:08: Was folgt daraus praktisch?

00:11:09: Bei diesem Muster bringt dir eine Verschärfung der Ernährung nichts – wirklich gar Nichts.

00:11:15: Du würdest ein Wahrnehmungsproblem mit einer Stoffwechselmaßnahme behandeln.

00:11:19: Hier gehört die Arbeit an der Regulation hin Atem, Zwerchfeld, Vargus, Tagesstruktur Muster zwei, es kommt über ein bis drei Tage.

00:11:30: Das ist das häufigste Muster und ehrlich gesagt das dankbarste weil er sich am ehesten auf konkrete Dinge zurückführen lässt.

00:11:39: in diesem ersten Tagen kehrt der Rhythmus zurück Frühstück im Stehen Mittagessen in zwanzig Minuten vor dem Bildschirm Abendessen um halb neun bei vorher nichts ging.

00:11:52: Acht Stunden sitzen, mit rundem Rücken und flacher Atmung.

00:11:56: Und der Kaffee, der am Urlaub ein Genussmittel war und zu Hause ein Betriebsmittel ist.

00:12:03: Und diese Dinge sind keine Kleinigkeiten auch wenn sie so klingen.

00:12:07: zwei Stunden zwischen letzter Mahlzeit und hinlegen sind physiologisch etwas völlig anderes als zwanzig Minuten.

00:12:14: dazwischen liebt die Frage ob dein Magen beim Hinliegen noch gefüllt ist oder nicht.

00:12:20: Acht Stunden mit zusammengeschobener Bauchdecke sind etwas anderes als acht Stunden aufrecht, weil sich der Druck im Bauchraum unterscheidet.

00:12:29: Und flache hohe Atmung über Stunden bedeutet dass dein Zwerchfer seine Arbeit nicht macht.

00:12:35: Weder die für die Atmungen noch die für den Verschluss am Magen-Eingang.

00:12:40: Hier lohnt es sich das Hinsehen am meisten – nicht weil es die tiefgründigste Erklärung wäre sondern weil du morgens etwas ändern kannst und übermorgen merkst.

00:12:49: ob ist das wahr!

00:12:51: Diese Rückmeldung bekommst du bei keinem anderen Muster so schnell.

00:12:57: Muster drei, es kommt schleichend über ein bis zwei Wochen!

00:13:01: Das ist das Muster das am meisten verunsichert weil es keinen Auslöser hat auf den man zeigen könnte.

00:13:06: Es wird einfach jeden Tag ein bisschen mehr.

00:13:10: Hier ist tatsächlich Gewebel im Spiel.

00:13:12: Es gibt solide Arbeiten zur Schleimhaut-Barriere bei Reflux, zu den erweiterten Zelt zwischen Räumen und zur Durchlässigkeit der Schleihmhaut – diese Barriere baut sich nicht in Stunden auf und nicht in Stunden ab!

00:13:25: Sie folgt der Belastung mit Verzögerungen.

00:13:27: Wenn du zwei Wochen Entlastung hattest hat sich dort etwas erholt Und wenn die Belastung zurückkommt, geht es entsprechend langsam wieder in die andere Richtung.

00:13:37: Bei diesem Muster ist die Ernährungsarbeit sinnvoll und wirksam.

00:13:42: Beim Muster I wäre exakt dieselbe Maßnahme reiner Aktionismus.

00:13:50: Das ist der Wert, der die Latente zeigt.

00:13:53: Sie sagt dir nicht ob du etwas tun sollst.

00:13:57: wie sagt ihr was?

00:13:59: Der unromantische Teil!

00:14:02: Jetzt kommt der Abschnitt, den ich mir selbst verordne damit diese Folge nicht kippt.

00:14:08: Es gibt in meiner Nische eine Tendenz am Ende alles auf das Nervensystem zu schieben.

00:14:14: Ich arbeite selbstintensiv damit.

00:14:16: es ist einer meiner vier Säulen und ich halte es für den am meisten unterschätzten Faktor bei stillem Reflux – aber es ist nicht die Antwort auf jede Frage!

00:14:26: Und wenn ich dir diese Folge ohne den folgenden Teil geben würde, wäre sie unehrlich.

00:14:33: Eine malheblichen Teil der Menschen die mir schreiben ist die Rückkehr der Beschwerden.

00:14:38: genau das wonach es aussieht – Die alten Gewohnheiten sind zurück!

00:14:44: Im Urlaub hast du um halb acht Abends gegessen und bis danach noch eine Stunde spazieren gegangen.

00:14:51: Zu Hause ist du um neun und liegst um halb elf.

00:14:55: Im Urlaub hast du zwei Kaffee getrunken, langsam und zum Frühstück.

00:14:59: Zuhause sind es vier und der erste kommt am Viertel nach sechs auf leeren Magen.

00:15:05: Im urlaub warst du täglich zwei drei Stunden auf den Weinen.

00:15:09: Zu hause sitzt zu acht Stunden und die Bauchdecke ist dabei zusammengeschoben.

00:15:15: Im Urlaub hast du getrunken, weil es warm war und immer eine Flasche daneben stand.

00:15:20: Zu Hause fälltest dir um vier Uhr nachmittags wieder ein – ohne ein trockener Rachen ist bei stillem Reflux kein Neben-Schauplatz!

00:15:29: Darum ging es in der letzten Folge ausführlich.

00:15:32: Im Urlaub hast Du in einem anderen Bett geschlafen vielleicht mit höherer Kopfteil oder mehr Kissen?

00:15:38: Nichts davon ist mystisch, nichts davon braucht eine Theorie Und für alles davon gilt, es ist deutlich schneller enderbar als ein Nervensystem.

00:15:51: Deshalb mein Vorschlag zur Reihenfolge geht zuerst die banalen Dinge durch – erst wenn du feststellst dass die Rahmenbedingungen zu Hause eigentlich in Ordnung sind und die Beschwerden trotzdem zurückkommen dann bist du beim Nerven-System.

00:16:07: Dann ist die Arbeit dort auch berechtigt und richtig!

00:16:11: Andersrum verlierst du Monate.

00:16:17: Fünftens, dann werde ich nur im Urlaub gesund.

00:16:21: Bleibt der Gedanke, der bei fast allen irgendwann auftaucht – meistens nachts!

00:16:27: Dann werde ich also nur im urlaub gesund, dann müsste ich mein ganzes Leben umbauen.

00:16:32: Diese Deutung möchte ich dir ausreden.

00:16:35: Nicht aus Freundlichkeit sondern weil sie sachlich nicht trägt.

00:16:39: Der Urlaub hat nichts repariert.

00:16:42: Zwei Wochen sind zu kurz, um irgendetwas Strukturelles zu verändern.

00:16:46: Was sich geändert hat war die Summe der Belastung unter der dein Nervensystem arbeitet.

00:16:52: Die ist gesunken und daraufhin ist die Schwelle gestiegen.

00:16:56: Als du zurückgekommen bist, ist die Belastungen wieder gestiegen und die Schwellen wieder gesunken.

00:17:02: Mehr ist da nicht passiert.

00:17:05: Übrigens ist dieser Abfall so normal, dass er außerhalb der Reflexwelt gut untersucht ist.

00:17:11: Es gibt Mieteranalysen aus der Arbeitspsychologie dazu.

00:17:16: Urlaub verbessert Wohlbefinden und Gesundheit messbar – diese Verbesserungen sind nach der ersten Woche zurück im Alltag statistisch nicht mehr nachweisbar!

00:17:27: Bei Menschen ohne jede Reflexdiagnose.

00:17:32: Das heißt, du beobachtest an dir nicht das Scheitern deiner Bemühungen.

00:17:37: Du beobuchtest einen Effekt den praktisch alle Menschen haben – nur dass er bei dir eine Adresse hat!

00:17:45: An der sich meldet dein Hals.

00:17:49: Und daraus folgt etwas, was ich ziemlich erleichtern finde….

00:17:52: die Frage ist NICHT Ob du dein Leben in einem Dauerurlaub verwandeln musst, die Frage ist welche zwei oder drei der zehn Variabeln bei dir den Ausschlag geben.

00:18:04: Du musst nicht alle Zehen zurückholen.

00:18:06: das ist der ganze Sinn dieser Auswertung was du in den nächsten Tagen festhalten solltest.

00:18:15: Der Unterschied zwischen Urlaub und Zuhause ist gerade noch frisch.

00:18:18: In zwei Wochen ist er weg, nicht weil du ein schlechtes Gedächtnis hättest sondern weil sich der Alltag über die Erinnerung legt und alles wieder normal aussieht.

00:18:27: Deshalb schreib jetzt auf solange du beide Zustände noch nebeneinander im Kopf hast.

00:18:32: Vier Dinge reichen!

00:18:34: Erstens Wann genau kam es zurück?

00:18:37: Nicht ungefähr, sondern so genau wie du es hinbekommst Erster Abend, dritter Tag oder war es die zweite Woche?

00:18:45: Das ist deine Latenz und damit dein wichtigster Hinweis.

00:18:49: Zweitens Welches Symptom war zuerst da?

00:18:52: Das Reusband der Klos, das Brennen, die Heiserkeit am Morgen?

00:18:56: Die Reihenfolge ist bei den meisten Menschen stabil und die erste Meldung ist oft die empfindlichste Stelle.

00:19:03: Drittens Was hast du im Urlaub gegessen was du sonst weglässt und ohne dass es Beschwerden gemacht hat.

00:19:10: Das ist ein Kandidat für eine Lebensmittelliste, die bei dir vielleicht zu streng ist.

00:19:16: Viertens Welche drei Dinge sind seit der Rückkehr wieder so wie sie vorher waren?

00:19:22: Nicht zehn!

00:19:23: Drei!

00:19:24: Die, die dir zuerst einfallen, sind meistens die relevanten.

00:19:30: Was ich dir mitgeben möchte in drei Punkten Erstens wirft die Beobachtung nicht weg.

00:19:37: Sie ist kein Beweis deines Scheiterns, sie ist die beste Datenlage, die du dieses Jahr bekommst.

00:19:44: Sie hält nur ein paar Tage über.

00:19:46: die Erinnerung an den Unterschied schnell verblasst.

00:19:49: Zweitens Schau auf die Geschwindigkeit nicht nur auf die Tatsache.

00:19:54: Stunden, Tage oder Wochen führen zu drei ganz unterschiedlichen Schlussfolgerungen.

00:20:00: Drittens Fang bei den banalen Dingen an und arbeite dich zu den Komplizierten vor.

00:20:07: Nicht umgekehrt!

00:20:09: Damit du das nicht im Kopf machen musst, habe ich zu dieser Sommerserie einen Übersichtsartikel auf Magenkompass.de gestellt.

00:20:17: Darin findest Du ein Rückkehr-Check – Ein paar Fragen die Du einmal durchgehst und die Dir am Ende sagen welches der drei Muster bei Dir am Wahrscheinlichsten liegt Und wo du ansetzen solltest, den Link findest Du in den Show Notes.

00:20:33: Wenn Du beim ersten Muster gelandet bist bei dem es schon beim Aufschließen der Wohnungstür losgeht dafür ist Vargus Power gebaut!

00:20:43: Ich wünsche Dir eine gute Woche bis zum nächsten Mal.

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